Anmeldung zur COVID-19 Impfung

Hier können Sie sich online zur COVID-19 Impfung anmelden

Anmelden

Kindeswohlgefährdung

Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen kommen in allen Schichten und allen Kulturen vor, auch bei uns. Oft werden Bekannte oder Nachbarn Zeugen von Gewalt oder machen eine Beobachtung, die sie als Zeichen einer Gefährdung interpretieren. Aber auch Fachleute, die mit Kindern zu tun haben, werden auf Misshandlungen aufmerksam oder nehmen diesbezügliche Verdachtsmomente wahr.

Der Kinder- und Jugenddienst des Amtes für Soziale Dienste ist Anlaufstelle bei Verdacht oder Gewissheit einer Kindswohlgefährdung.  Er ist in einem gut funktionierenden Hilfesystem vernetzt und leitet Kindesschutzmassnahmen zur Wahrung der Kindesinteressen und der Sicherung des Kindeswohls ein.

Was heisst Kindeswohlgefährdung?

Kindeswohlgefährdung ist ein Begriff, der sich aus unterschiedlichen Faktoren (Art der Gefähr-dung, Alter des Kindes, Dauer, Häufigkeit, Ausmass, Unterstützungsmöglichkeiten etc.) zu-sammensetzt. Diese Faktoren müssen im Einzelfall geprüft und beurteilt werden. Üblicherweise werden folgende Formen von Kindeswohlgefährdungen unterschieden:

- Körperliche Gewalt
- Seelische Gewalt
- Sexueller Missbrauch
- Vernachlässigung
- Miterleben von Gewalt zwischen den Eltern

Der Kinder- und Jugenddienst sucht für gefährdete Kinder situations- und altersgerechte Lösun-gen und setzt entsprechende Massnahmen um, möglichst in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und unter Einbezug des sozialen Umfeldes. Dies können ambulante unterstützende Hilfen unterschiedlicher Art, aber auch die Platzierung von Kindern in Pflegefamilien oder in pädago-gisch-therapeutische Einrichtungen sein.

In seltenen Fällen können behördliche Massnahmen, die das Obsorgerecht über das Kind betreffen, erforderlich werden.

Für den Problembereich des sexuellen Missbrauchs wurde eine eigene Fachgruppe gegründet. Die Beratung durch die Fachgruppe erfolgt auf Wunsch anonym: Link zur Fachgruppe