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Schulamt
12.05.2022

Mehrsprachigkeitsfördernde Module für den Fremdsprachenunterricht

Ende April hat die Kick-Off-Sitzung «Mehrsprachigkeitsfördernde Module für den Fremdsprachenunterricht (MEMO) – Beispiele für einen sprachen- und kultursensiblen Anfangsunterricht Französisch» in Vaduz (in Hybridform) stattgefunden. In diesem Projekt stehen die Nutzung und Förderung von Mehrsprachigkeit und mehrsprachigen Kompetenzen im Fremdsprachenunterricht im Fokus.

Bewusstsein für gemeinsame europäische Bildung stärken

Ziel des Projekts ist es, bei Lernenden und bei Lehrpersonen Anreize für ein innovatives mehrsprachigkeitsförderndes Fremdsprachenlernen zu schaffen, das den aktuellen gesellschaftlichen und sozialen Anforderungen gerecht wird, das u.a. geographische, historische und politische Zusammenhänge in Europa aufgreift, und dem fremdsprachendidaktischen Forschungsstand entspricht. Dazu werden im Projekt MEMO kontextübergreifende und lehrwerkunabhängige mehrsprachigkeitsfördernde Module für den Französischunterricht entwickelt. Dabei werden die Unterrichtssprachen, Familien- und Herkunftssprachen der Lernenden sowie die zuvor gelernten Fremdsprachen systematisch integriert. Durch diesen globalen Ansatz des Sprachenlernens sollen Sprachbewusstheit, Akzeptanz und Offenheit gegenüber Sprachen und Sprachenvielfalt gefördert sowie die mehrsprachigen und mehrkulturellen Kompetenzen und die Sprachlernstrategien von Lernenden (weiter-)entwickelt werden. Darüber hinaus macht sich das Projekt die sprachliche und kulturelle Vielfalt, die didaktischen und institutionellen Profile und Traditionen der Projektpartner sowohl methodisch als auch strategisch zunutze, und trägt dazu bei, das Bewusstsein für eine gemeinsame europäische Bildung und Forschung zu stärken.

Förderung der Zusammenarbeit

Ein weiteres Ziel dieses Projektes zwischen Projektpartnern aus vier deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz) ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen, zwischen Hochschulen und Schulen sowie zwischen den Projektpartnerschulen. Der Theorie-Praxis-Transfer wird intensiviert und der Austausch zwischen Lehrpersonen bezüglich Unterrichtserfahrungen im Bereich Mehrsprachigkeit ermöglicht. Diese Kooperation ist notwendig, um die vielfältige Expertise aller Projektpartner in unterschiedlichen Bereichen der Mehrsprachigkeitsdidaktik, der Material- und Unterrichtsentwicklung und der Bildung von Lehrpersonen für das Projekt zu nutzen. Die zum Teil unterschiedlichen aber komplementären Traditionen und Entwicklungen im Bereich der Mehrsprachigkeitsdidaktik in den Partnerländern werden im Projekt gewinnbringend zusammengeführt. Die Kooperation zwischen Hochschulen und Schulen als Projektpartner ist insbesondere deshalb erforderlich, damit die Bedürfnisse aus der Unterrichtspraxis direkt im Entwicklungsprozess der MEMOs berücksichtigt werden können. Die Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern und allen am Projekt Beteiligten ermöglicht einen gewinnbringenden Erfahrungsaustausch bei der Entwicklung und Implementierung der MEMOs und stützt eine grossflächige Verbreitung und Konsolidierung der Didaktik der Mehrsprachigkeit.

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