Anmeldung zur COVID-19 Impfung

Hier können Sie sich online zur COVID-19 Impfung anmelden

Anmelden

Vorsorgeuntersuchung

Vorsorgeuntersuchung

Allgemeines Prinzip

Bei einem Screening oder einer Vorsorgeuntersuchung werden gesunde Personen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe gezielt auf eine bestimmte Krankheit hin untersucht. Eine Vorsorgeuntersuchung macht Sinn, wenn die fragliche Krankheit dadurch zu einem sehr frühen Zeitpunkt entdeckt werden kann und deswegen die Heilungschancen steigen. Ausserdem soll die Untersuchung risikoarm sein. Gesunde Personen sollen davon keinen Schaden nehmen. Ein typisches Beispiel einer Vorsorgeuntersuchung ist der Krebsabstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

Ein auffälliger Befund: Wie weiter?

In der Mammografie wurde etwas Auffälliges festgestellt. Zu Beginn ist allerdings häufig nicht klar, was dieses „etwas“ ist. Handelt es sich um einen gutartigen Befund? Oder um einen bösartigen Befund, was weitaus seltener ist?

Sieht Ihr Arzt in Ihrer Mammografie einen auffälligen Befund, wird er Sie unverzüglich informieren und zum Gespräch bitten. Das weitere Vorgehen legt er individuell fest. Je nach Befund kann man zuwarten und eine erneute Kontrolle in einem gewissen zeitlichen Abstand durchführen.

Mögliche weiterführende Untersuchungen sind Ultraschall, Magnetresonanztomografie (MRI) oder eine direkte Gewebeuntersuchung, eine sogenannte Biopsie. Ihr Arzt wird Sie kompetent beraten und das Richtige veranlassen.

Ein auffälliger Befund macht Angst. Muss aber nicht. Die Chancen stehen gut, dass es sich um einen gutartigen Befund handelt. In weniger als 10% der Fälle handelt es sich tatsächlich um Brustkrebs.

Falsch positive Befunde

Im medizinischen Sprachgebrauch heisst ein Befund positiv, wenn etwas Auffälliges, das typisch für die gesuchte Krankheit ist, gefunden wurde.

Bei jeder medizinischen Untersuchung kann es nun vorkommen, dass die gesuchte Krankheit vermeintlich gefunden wird. Dabei ist die untersuchte Person gar nicht krank. Es kommt zu einer fälschlichen Diagnose oder eben einem sogenannten falsch positiven Befund.

Vereinfacht ausgedrückt: In der Mammografie wird Brustkrebs vermutet, obwohl die Untersuchte gar keinen Brustkrebs hat.

Es ist unbestritten, dass es zu falsch positiven Befunden bei der Mammografie kommt. Erfahrungsgemäss haben 60 von 1000 untersuchten Frauen einen auffälligen Befund. Die weiteren Abklärungen ergeben, dass es sich bei 55 Frauen um eine gutartige Veränderung handelt. Nur fünf Frauen haben tatsächlich Krebs. Die 55 Frauen aber hatten rückblickend unnötige Untersuchungen und erlebten Angst und Unsicherheit. Bei etwa sieben Prozent, also vier Frauen, schliesst erst eine Biopsie einen Brustkrebs aus.

Auch eine unauffällige Mammografie gibt Ihnen leider keine hundertprozentige Sicherheit, keinen Brustkrebs zu haben. Im Zeitraum von zehn Jahren stirbt eine von 1000 Frauen trotz unauffälliger Mammografie an Brustkrebs.

Ansprechpersonen