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Wolfsmanagement: "Umgang mit dem Wolf“

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© Kora

Seit den 1990er-Jahren unterliegen die Zentralalpen einer kontinuierlichen Wiederbesiedlung durch Wölfe. Von dieser Entwicklung ist auch das Staatsgebiet des Fürstentums Liechtenstein betroffen. Nach 2 Jahrhunderten der Abwesenheit wurde im Dezember 2018 der erste sichere Nachweis von Wolfspräsenz erbracht.

Konzept Wolf Liechtenstein

Die Rückkehr des Wolfes in intensiv genutzte Kulturlandschaften stellt eine sehr grosse Herausforderung für den Artenschutz dar. Wölfe kommen hervorragend mit den Lebensbedingungen in Kulturlandschaften zurecht, was erhebliches Konfliktpotential mit sich bringt. Ungeschützte Nutztierherden sind immer wieder von Schäden durch Wölfe betroffen. Bei manchen Menschen verursacht die Anwesenheit von Wölfen Unbehagen oder gar ein Angstgefühl. Ausgereifte Konfliktlösungen bzw. Massnahmen zur Minimierung von Konflikten stellen deshalb die wichtigsten Schutzbemühungen für den Wolf dar.

Gemäss Art. 28d des Gesetzes zum Schutz für Natur und Landschaft erarbeitet das Amt für Umwelt unter Einbezug der betroffenen Kreise Managementkonzepte für spezifisch geschützte Tierarten. Am 09. Juli 2019 hat die Regierung das Konzept Wolf Liechtenstein genehmigt.
Das Konzept ist als Instrument zu verstehen, welches im Dienst der Konfliktprävention und Konfliktminimierung steht und somit wesentlich mithilft, ein geordnetes und konfliktarmes Zusammenleben von Menschen und Wölfen zu ermöglichen.

Konzept Wolf Liechtenstein
 

Allgemeine Informationen und Verhaltensempfehlungen  

Bei Verdacht auf Anwesenheit von Wölfen (Direktbeobachtungen, Spuren, Kot) ist unverzüglich das Amt für Umwelt zu kontaktieren. Ansprechpersonen sind Cathérine Frick (+423 236 66 06 / +423 799 66 06), Wolfgang Kersting (+423 236 64 15/ +423 799 64 15) oder Olivier Nägele (+423 236 64 02 / +423 799 64 02),.
Das Amt für Umwelt protokolliert die vorgefundene Situation und entnimmt beispielsweise im Falle eines Kotfundes genetische Proben von der Wolfslosung, mit denen das vermeintliche Grossraubtier auf Individuenniveau genau identifiziert werden kann.   

Die gesamte Bevölkerung hat dafür zu sorgen, dass sämtliche für Wölfe zugängliche Futterquellen wie im Freien aufbewahrte Abfallsäcke, Abfallkübel, Futterangebote für Haustiere oder Lebensmittelreste auf zugänglichen Komposthaufen vermieden werden. Wölfe dürfen nicht von offen zugänglicher, potentieller Nahrung angelockt werden.
 

Weitere Verhaltensempfehlungen sind in den folgenden Merkblättern zu finden:

Ansprechpersonen