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Mein Objekt ein Kulturgut?

Kulturgüter und das kulturelle Erbe ganz allgemein sind ein empfindliches und höchst sensibles Schutzgut: Archäologische, baugeschichtliche sowie andere kulturelle und künstlerische Quellen wachsen nicht nach. Was einmal zerstört oder aus dem Zusammenhang gerissen wurde, ist unwiederbringlich verloren. Deshalb muss verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll mit dieser endlichen Ressource umgegangen werden.

Deshalb leistet der Staat, im Wissen um die grosse Bedeutung des kulturellen Erbes, für die Gesellschaft seinen Beitrag an die möglichst ungeschmälerte Überlieferung. Ihm stehen dafür verschiedene Massnahmen zum Schutz, zur Erhaltung und zur Pflege von Kulturgütern zur Verfügung. Hierzu gehören die Untersuchung und Erfassung von Kulturgütern, die Registrierung von Kulturgütern, die Unterschutzstellung registrierter Kulturgüter sowie der Schutz von Kulturgütern bei Schadenereignissen.

Mit dem seit 2017 geltenden Kulturgütergesetz (KGG) wurde neu ein Kulturgüterregister eingeführt. Damit wird ein umfassendes Verzeichnis aller in Liechtenstein gelegenen Kulturgüter geschaffen, die zum kulturellen Erbe Liechtensteins gehören und von nationaler Bedeutung sind. Grundsätzlich erfolgt die Aufnahme in das Kulturgüterregister dann, wenn zwischen dem Eigentümer und dem Amt für Kultur im Sinne des Zusammenarbeitsprinzips ein öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen wurde. Eine Registrierung mittels Verfügung sowohl für bewegliche als auch unbewegliche Kulturgüter kann erfolgen, wenn keine Einigung über den Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrags gefunden wird.

Die einzige mit der Registrierung verbundene Wirkung bzw. Verpflichtung besteht darin, dass der Eigentümer dem Amt für Kultur sämtliche beabsichtigten und auch unbeabsichtigt eingetretenen Veränderungen am Kulturgut anzuzeigen hat. Unter einer Veränderung wird dabei auch ein Eigentumswechsel oder das Verbringen des Kulturguts ins Ausland verstanden.

Aufgrund einer solchen Anzeige hat das Amt für Kultur die Möglichkeit, primär im Sinne der öffentlichen Dienstleistung beratend tätig zu werden, um allenfalls auf die Veränderung dahingehend Einfluss zu nehmen, dass das registrierte Kulturgut unter Schutz gestellt wird. Sollte die Unterschutzstellung vom Amt für Kultur nicht für notwendig erachtet werden, ist der Eigentümer des Kulturguts in der Folge frei, die beabsichtigte Veränderung durchzuführen.

Die Denkmalpflege im Amt für Kultur gibt Ihnen gerne Auskunft über Ihr Kulturgut.

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Ruggell, Haus Oberweilerstrasse 8 (Foto: Amt für Kultur)

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