Wärmepumpenboiler

Wärmepumpenboiler zur Erwärmung des Brauchwassers

Dokumente/ Tools/ Karten

Förderantrag WP-Boiler, Stand 01.03.2020
  oder Onlineschalter
Bauabschlussbeescheinigung WPB Bauabschlussbescheinigung, Stand 15.03.2021
Lageplan Amtliche Vermessung, Landeskarte, Luftbilder
Gemeindeförderung Förderbroschüren
Merkblatt Heizband Heizband, Stand 15.03.2021
Wärmepumpentestzentrum Prüfresultate Wärmepumpenboiler

Förderhöhe

  • Pauschal 750.-CHF
  • Je Wohneinheit wird höchstens ein Wärmepumpenboiler gefördert

Gemeindeförderung

Die Gemeinden in Liechtenstein leisten zusätzlich einen individuellen Beitrag zu den staatlichen Förderungen. Zusätzlich zu der Landesförderung erhalten Sie von den meisten Gemeinden eine Förderung von bis zu 100% der Landesförderung bis zur jeweiligen Höchstgrenze. Bitte fragen Sie in Ihrem konkreten Fall direkt bei Ihrer Gemeinde an.

Vorbehaltlich etwaiger Änderungen, welche die Gemeinden vornehmen, finden Sie die Fördersätze / Gemeindehöchstgrenzen/ etc. meist auf deren Webseiten in der Förderbroschüre: weiterlesen...

Aufstellungsort

Bei der Aufstellung von Wärmepumpen-boilern sind unbedingt folgende Punkte zu berücksichtigen bzw. mögliche Auswirkungen durch eine Fachperson klären zu lassen:

  • Schallpegel: Dieser ist besonders zu beachten, wenn sich der Aufstellungsraum in der Nähe von Schlaf- und Wohnräumen befindet.

  • Raumabkühlung: Der Aufstellungsraum wird durch den Wärmeentzug abgekühlt und sollte mindestens 20m3 Raumvolumen umfassen.

  • Wärmeentzug: Ein Wärmeentzug findet im Aufstellungsraum und indirekt über Wände und Decken statt, wenn sich der Aufstellungsraum innerhalb der thermischen Hülle befindet. Eine Aufstellung in unbeheizten, abgedämmten Räumen reduziert den Wärmeentzug und damit die indirekt verbrauchte Heizenergie im Winterhalbjahr. Im Sommer wird dieser Wärmeentzug als Kühlung wahrgenommen.

Auflagen/ Voraussetzungen

15.03.2021

  • Es sind ausschliesslich neue, dem aktuellsten Stand der Technik entsprechende Anlagen und Anlagenkomponenten sowie Geräte einzusetzen.
  • Die Warmwasseraufbereitung hat primär mit der geförderten Haustechnikanlage, thermischen Sonnenkollektoren oder einem Wärmepumpenboiler zu erfolgen. Reine Elektroboiler sind bei geförderten Anlagen nicht gestattet.

  • Elektrisch betriebene Rohrbegleitheizungen und Warmwasser-Zirkulationssysteme sind mit einer Schaltuhr, im Idealfall über eine allpolige Trennstelle (Steckdose) anzuschliessen. Dies weil Rohrbegleitheizungen grosse Stromverbraucher sind und zielgerichtet betrieben werden sollten. Besteht eine Trennstelle (Steckdose), kann eine Verbrauchsmessung erfolgen und bei unnötigem Betrieb/ Serviceeinsatz ganz einfach ausgesteckt werden.
  • Für die Warmwasserumwälzung sind Umwälzpumpen Energieeffizienzklasse A (EEI ≤ 0.23) einzubauen. Bei Einbau einer Umwälzpumpe, die nicht der Energieeffizienzklasse A (EEI ≤ 0.23) entspricht, wird der Förderbeitrag um CHF 300.- pro Pumpe reduziert.

  • Es sind Wärmepumpenboiler mit einem COP von mindestens 3.2 nach EN 16147 bei der Prüfbedingung A20/W10-55 zu installieren.

  • Die Heizungs- und die Warmwasseranlagen sind inkl. aller Verteilleitungen mit einer durchgehenden Wärmedämmung zu versehen. Die minimalen Dämmstärken sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Rohrnennweite Zoll     λ > 0,03 W/mK λ ≤ 0.03 W/mK
DN   bis ≤ 0.05 W/mK  
10-15 3⁄8" - 1⁄2" 40 mm 30 mm
20-32 3⁄4" - 1 1⁄4" 50 mm 40 mm
40-50 1 1⁄2" - 2" 60 mm 50 mm
65-80 2 1⁄2" - 3" 80 mm 60 mm
100-150 4" - 6" 100 mm 80 mm
175-200 7" - 8" 120 mm 80 mm

Nicht gefördert werden Haustechnikanlagen, wenn sie als Zusatzheizung zu einer an sich ausreichenden (monovalenten) Heizung dienen. Massgebend bei der Förderung ist die Art der Haustechnikanlage sowie die Grösse des Bauobjektes.

Verwirkung des Anspruches 

Der Anspruch auf Ausrichtung von Förderbeiträgen erlischt, wenn mit den Massnahmen begonnen wird, bevor eine rechtskräftige Zusicherung der Förderbeiträge vorliegt.

Projektverfasser/in

Die Förderbeiträge werden nur dann ausgerichtet, wenn eine fachkundige Planung und Ausführung der Massnahmen gewährleistet ist.

Befristung

Die Zusicherung der Förderung ist gemäss Art. 25 EEG befristet. Die Massnahme ist binnen eines Jahres ab der Entscheidung über die Gewährung von Förderbeiträgen zu beginnen und binnen zwei Jahren abzuschliessen.

Zwingende andere Vorschriften

Die Massnahme wird nicht gefördert, wenn sie  aufgrund anderer gesetzlicher Vorschriften gem. Art 4. Abs. 2a) EEG zwingend vorgeschrieben ist (z.B. Überbauungsplan, Klimaanlage, Schwimmbadbeheizung, Umnutzung etc.).

Ansprechpersonen