Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung

Gültig per 01.01.2023

Das PV-Fördermodell besteht aus:

1. Investitionsförderung.

2. Vergütung auf Grundlage des marktorientierten Preises (dynamisch, Stundenwerte).

3. Ausgleichsbeitrag, sofern eine definierte Mindestvergütung im Kalenderjahr nicht erreicht wurde.

Dokumente/ Tools/ Karten

!! Neuer Förderantrag > zu verwenden ab 01.01.2023

PDF-Photovoltaik, gültig ab 01.01.2023

oder Onlineschalter

Bauabschlussbescheinigung PV Bauabschlussbescheinigung
> Einreichung bei der Energiefachstelle: Förderantrag und Bauabschlussbescheinigung sind grundsätzlich inkl. aller Beilagen vollständig und in Papierform vorzulegen. Einsendungen per E-Mail sind nicht ausreichend.

Lageplan

Potenzial-Karte

Gemeindeförderung

(Bau)bewilligung PV-Anlage

Anschlussbewilligung LKW

Amtliche Vermessung, Landeskarte, Luftbilder

www.sonnendach.li

Förderbroschüren

Amt für Hochbau und Raumplanung

www.lkw.li

Förderung, gültig per 01.01.2023

Förderbeträge pro kWp installierte elektrische Gleichstromleistung

    

a.) 500.- CHF/kWp bei Dachflächen von Neubauten

    

b.) 650.- CHF/kWp bei ​bestehenden Dachflächen u. dachunabhängige Anlagen

 

c.) 750.- CHF/ kWp bei vertikalen Anlagen (Fassaden und ähnliches)1

​Eigenverbrauch bzw. Rückspeisung ins Netz

Der Strom kann, soweit möglich, selber genutzt werden. Die Vergütung des in das Netz zurückgespiesenen Stroms wird gemäss Art. 17 EEG auf Grundlage des marktorientierten Preises entrichtet. Wird über ein Kalenderjahr eine definierte Mindestvergütung nicht erreicht, erfolgt die Auszahlung eines Ausgleichsbeitrages im Folgejahr.

Anlagengrösse

Max. 250 kWp, grössere Anlagen können als "Andere Anlage" gemäss Art. 15 EEG gefördert werden.

Übergangsregelung

Bezüglich der Anpassung von EEG und EEV (Inkrafttreten am 01.01.2023) gilt folgende Übergangsregelung dann für hängige Gesuche:

  • Das alte Recht findet Anwendung, wenn das Fördergesuch bis zum 31.12.2022 vollständig bei der Energiefachstelle postalisch eingereicht wurde. 

  • Das technische Konzept muss eindeutig definiert, die technischen Daten und Datenblätter und alle zur Beurteilung notwendigen Unterlagen bis 31.12.2022 in Papierform schlüssig und unterschrieben vorliegen. Einsendungen per E-Mail sind nicht ausreichend.

  • Davon ausgenommen sind noch nicht erteilte Baubewilligungen. Diese können nachgereicht werden, jedoch muss der Antrag auf Baubewilligung bis 31.12.2022 bei der zuständigen Stelle (AHR, ehemals ABI) eingereicht worden sein.

  • Ebenso davon ausgenommen sind noch nicht erteilte Anschlussbewilligungen für Energieerzeugungsanlagen. Diese können nachgereicht werden, jedoch muss der Antrag auf Anschlussbewilligung für Energieerzeugungsanlagen bis 31.12.2022 bei der zuständigen Stelle (LKW) eingereicht worden sein.

1 Bifaziale und rückseitig angebrachte PV-Module: Zur Beantragung des einmaligen Investitionsbeitrags im Rahmen der Förderung von Photovoltaikanlagen wird die Nominalleistung bei STC von der Vorderseite der bifazialen Solarmodule angegeben. Die zusätzliche Leistung der Rückseite bifazialer Solarmodule oder rückseitig angebrachter Module (Modul an Modul z.B. für senkrecht stehende Zäune mit Ost/West-Ausrichtung) wird nicht berücksichtigt. Somit wird die Leistung der Rückseite mit 0 Watt angenommen.

Gemeindeförderung

Die Gemeinden in Liechtenstein leisten zusätzlich einen individuellen Beitrag zu den staatlichen Förderungen. Zusätzlich zu der Landesförderung erhalten Sie von den meisten Gemeinden eine Förderung von bis zu 100% der Landesförderung bis zur jeweiligen Höchstgrenze. Bitte fragen Sie in Ihrem konkreten Fall direkt bei Ihrer Gemeinde an.

Vorbehaltlich etwaiger Änderungen, welche die Gemeinden vornehmen, finden Sie die Fördersätze / Gemeindehöchstgrenzen/ etc. meist auf deren Webseiten in der Förderbroschüre: weiterlesen... > Achtung: Aufgrund der aktuellen Änderungen werden derzeit bei einigen Gemeinden die Gemeindebroschüren überarbeitet.

Auflagen / Voraussetzungen / Wichtige Hinweise

Auflagen Photovoltaikanlagen sind baubewilligungspflichtig.

Es sind ausschliesslich neue, dem aktuellsten Stand der Technik entsprechende Anlagen, Anlagenkomponenten sowie Geräte einzusetzen.

Empfehlung für vertikale Anlagen Bei vertikalen Anlagen sollen modulweise Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter verwendet werden, dies um einem erheblichen unzulässigen Ertragsausfall durch Teilverschattung vorzubeugen.

Empfehlung zur Messung des Eigenverbrauchs Die Messung erfolgt beim Eigenverbrauchsmodell mittels eines Zählers, welcher Bezug und Einspeisung gleichzeitig erfassen kann. Selbst verbrauchter Strom wird von der Messung nicht erfasst. Wichtig ist, dass der Verbrauch möglichst gleichzeitig mit der Produktion stattfindet. Durch organisatorische Massnahmen (Steuerbare relevante Verbraucher wie Wärmepumpen, Wärmepumpenboiler, Kühlanlagen, Elektroauto, etc.) kann der Eigenversorgungsgrad und damit die nicht bezogene Strommenge massgeblich erhöht werden.

Baubeginn/Verwirkung des Anspruches Der Anspruch auf Ausrichtung von Förderbeiträgen erlischt, wenn mit den Massnahmen begonnen wird, bevor eine rechtskräftige Zusicherung der Förderbeiträge vorliegt.

Wiederförderung Förderbeiträge werden für jede Massnahme nur einmal ausgerichtet; eine erneute Förderung derselben Massnahme ist erst nach Ablauf von 20 Jahren möglich.

Projektverfasser/in Die Förderbeiträge werden nur dann ausgerichtet, wenn eine fachkundige Planung und Ausführung der Massnahmen gewährleistet ist.

Befristung Die Zusicherung der Förderung ist gemäss Art. 25 EEG befristet. Die Massnahme ist binnen eines Jahres ab der Entscheidung über die Gewährung von Förderbeiträgen zu beginnen und binnen zwei Jahren abzuschliessen. 

Zwingende andere Vorschriften Die Massnahme wird nicht gefördert, wenn sie aufgrund anderer gesetzlicher Vorschriften gem. Art 4. Abs. 2a EEG zwingend vorgeschrieben ist (z.B. Überbauungsplan, Klimaanlage, Schwimmbadbeheizung, Umnutzung etc.).

 

Bestehende Anlagen

Wechsel von der festen Einspeisevergütung (Option 1) zum marktorientierten Preis des Netzbetreibers (29.09.22)

Produzenten von Photovoltaikstrom können aus dem Modell der festen Einspeisevergütung (z.B. 10 Rp/kWh für 10 Jahre) nach Abnahme und Auszahlung der Förderung EEG Art. 17 Abs. 2a.) und EEV Art. 13 einmalig zum marktorientierten Peis nach EEG Art. 17 Abs.1 wechseln. Ein Wiedereinstieg und eine Wiederaufnahme in das System der festen Einspeisevergütung nach einem von Produzenten initiierten Ausstieg ist nicht mehr möglich. Der Wechsel von einer festen Einspeisevergütung (Art. 17 Abs. 2) zum marktorientierten Preis (Art. 17 Abs. 1) kann (unter Einhaltung einer mindestens 30-tägigen Ankündigung) jeweils auf Ende der Verrechnungsperiode (für PV-Anlagen >30 kVA monatlich resp. PV-Anlagen <30 kVA je Quartal) erfolgen. Erfolgt der Wechsel in Zusammenhang mit Umbauarbeiten an den Messeinrichtungen (z.B. neue Elektroverteilung mit Zählerzusammenlegung), so kann der Wechsel per Einbaudatum der(s) neuen Zähler(s) erfolgen. Auch hier gilt eine Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen. Ein Wechsel muss beim Netzbetreiber (LKW) mit den obigen Vorlaufzeiten angekündigt werden.

Wechsel zur Selbstvermarktung

Sie können aus dem Modell der festen Einspeisevergütung (10 Rp/kWh für 10 Jahre) nach Abnahme und Auszahlung der Förderung einmalig aussteigen, aber nicht mehr einsteigen. Bei den derzeitigen Marktpreisen ist das interessant. Eine Garantie für die Zukunft kann es in diesem Fall nicht geben, weil es ein Marktpreis ist. > info.energie@llv.li

Art. 5 EEV: "Will ein Anlagebetreiber, der sich bei Inbetriebnahme seiner Anlage für die Inanspruchnahme der festen Einspeisevergütung nach Art. 17 Abs. 2 beziehungsweise des marktorientierten Preises nach Art. 17 Abs. 1 des Gesetzes entschieden hat, seine Elektrizität selbst vermarkten, kann er die Vereinbarung mit dem Netzbetreiber unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist auf das Ende eines Kalenderjahres kündigen."

Impulsprogramm der Energiekommission

31.08.2021

Die Energiekommission fällte am 31.08.2021 den Beschluss, zur Erweiterung des Impulsprogrammes Leitungsausbau ausserhalb der Bauzone über den gesteckten Rahmen von 1 MWp im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen.

Es können weitere Gesuche gestellt werden, obwohl die Grenze von 1 MWp erreicht ist.

 

Ansprechpersonen