Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung

Grundelement des Fördermodells ist, neben einer Investitionsförderung, auch die Abnahme- und Vergütungsverpflichtung für den produzierten Strom durch den Netzbetreiber.

So können die Anlagenbetreiber zum einen im Eigenverbrauchsmodell den Strom vor Zähler selber brauchen. Weiters haben sie bei Option 1 die Möglichkeit, den überschüssigen Strom mit einer festen Einspeisevergütung von 10 Rp/kWh in das öffentliche Netz einzuspeisen, wenn die Anlage bis spätestens 31.12.2022 ans Netz geht.

Dokumente/ Tools/ Karten

Förderantrag: 

Photovoltaikanlage - PDF, Stand 01.03.2020  

oder Onlineschalter

Bauabschlussebscheinigung PV Bauabschlussbescheinigung, Stand 19.05.2020
> Einreichung bei der Energiefachstelle: Förderantrag und Bauabschlussbescheinigung sind grundsätzlich inkl. aller Beilagen vollständig und in Papierform vorzulegen. Einsendungen per E-Mail sind nicht ausreichend.
Lageplan Amtliche Vermessung, Landeskarte, Luftbilder
Potenzial-Karte www.sonnendach.li
Gemeindeförderung

Förderbroschüren

Baubewilligung Amt für Bau und Infrastruktur
Anschlussbewilligung LKW www.lkw.li
  Download unter Netze Strom/ Netzprovider Strom
   
Merkblätter der Eigenverbrauchsmodell: Einfamilienhaus, Option 2
Energiefachstelle Mietobjekt: Einfamilienhaus, Option 2
  Mietobjekt: mehrere Endkdn. (z.B. MFH), Option 2
  Mietobjekt: Industrie/ GE: 1 Mieter, Eigenverbr. 66%, O2
  Mietobjekt: Industrie/ GE: 1 Mieter, Eigenverbr. 33%, O2
  Förderung von Unternehmen
   

Förderhöhe

Option 1: 400 CHF/kWp + 10Rp/kWh für 10J.

  • 400.- CHF pro kWp installierte elektrische Gleichstromleistung1

  • Der Strom kann, soweit möglich, selber genutzt werden. Die Vergütung des ins öffentliche Netz eingespiesenen Stroms beträgt für die ersten 10 Jahre 10 Rp/kWh. Zur Erlangung der festen Einspeisevergütung muss die Anlage (Landtagsbeschluss 30.09.2021) bis spätestens 31.12.2022 am Netz sein.2+3

Option 2: 650 CHF/kWp

  • 650.- CHF pro kWp installierte elektrische Gleichstromleistung1

  • Der Strom kann, soweit möglich, selber genutzt werden. Die Vergütung des ins öffentliche Netz eingespiesenen Stroms richtet sich nach dem marktorientierte Preis (EEX).

Option 3: vertikale Anlagen - 750 CHF/kWp + 10Rp/kWh für 10J.

  • 750.- CHF pro kWp installierte elektrische Gleichstromleistung1, gilt nur für vertikal ausgerichtete Anlagen (Fassaden und ähnliches)4

  • Der Strom kann, soweit möglich, selber genutzt werden. Die Vergütung des ins öffentliche Netz eingespiesenen Stroms beträgt für die ersten 10 Jahre 10 Rp/kWh. Zur Erlangung der festen Einspeisevergütung muss die Anlage (Landtagsbeschluss 30.09.2021) bis spätestens 31.12.2022 am Netz sein.3

1 Max. 250 kWp, grössere Anlagen können als "Andere Anlage" gemäss Art. 15 EEG gefördert werden.

Art. 13 EEG: Photovoltaikanlagen: An die Errichtung von Photovoltaikanlagen mit 1 bis höchstens 250 Kilowatt elektrischer Gleichstromleistung wird ein Förderbeitrag von höchstens 750 Franken pro Kilowatt installierter Gleichstromleistung ausgerichtet. Anlagen mit mehr als 250 Kilowatt können nach Art. 15 als andere Anlage gefördert werden. Die Regierung regelt das Nähere über die Berechnung des Förderbeitrages mit Verordnung.

Wechsel zur Selbstvermarktung

Sie können aus dem Modell der festen Einspeisevergütung (10Rp/kWh für 10 Jahre) nach Abnahme und Auszahlung der Förderung einmalig aussteigen, aber nicht mehr einsteigen. Bei den derzeitigen Marktpreisen ist das interessant. Eine Garantie für die Zukunft kann es in diesem Fall nicht geben, weil es ein Marktpreis ist. 

> info.energie@llv.li

Art. 5 EEV: "Will ein Anlagebetreiber, der sich bei Inbetriebnahme seiner Anlage für die Inanspruchnahme der festen Einspeisevergütung nach Art. 17 Abs. 2 beziehungsweise des marktorientierten Preises nach Art. 17 Abs. 1 des Gesetzes entschieden hat, seine Elektrizität selbst vermarkten, kann er die Vereinbarung mit dem Netzbetreiber unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist auf das Ende eines Kalenderjahres kündigen."

Option 1 und Option 3 sind nur über eine Messung kombinierbar, wenn Einspeisevergütung und Laufzeiten identisch sind.

Bifaziale und rückseitig angebrachte PV- Module: Zur Beantragung des einmaligen Investitionsbeitrags im Rahmen der Förderung von Photovoltaikanlagen wird die Nominalleistung bei STC von der Vorderseite der bifazialen Solarmodule angegeben. Die zusätzliche Leistung der Rückseite bifazialer Solarmodule oder rückseitig angebrachter Module (Modul an Modul z.B. für senkrecht stehende Zäune mit Ost/West- Ausrichtung) wird nicht berücksichtigt. Somit wird die Leistung der Rückseite mit 0 Watt angenommen.

Gemeindeförderung

Die Gemeinden in Liechtenstein leisten zusätzlich einen individuellen Beitrag zu den staatlichen Förderungen. Zusätzlich zu der Landesförderung erhalten Sie von den meisten Gemeinden eine Förderung von bis zu 100% der Landesförderung bis zur jeweiligen Höchstgrenze. Bitte fragen Sie in Ihrem konkreten Fall direkt bei Ihrer Gemeinde an.

Vorbehaltlich etwaiger Änderungen, welche die Gemeinden vornehmen, finden Sie die Fördersätze / Gemeindehöchstgrenzen/ etc. meist auf deren Webseiten in der Förderbroschüre: weiterlesen...

Auflagen/ Voraussetzungen/ Wichtige Hinweise

15.03.2021

An die Errichtung von Photovoltaikanlagen mit 1 bis höchstens 250 Kilowatt elektrischer Gleichstromleistung wird ein Förderbeitrag von höchstens 750 Franken pro Kilowatt installierter Gleichstromleistung ausgerichtet. Anlagen mit mehr als 250 Kilowatt können nach Art. 15 als andere Anlage gefördert werden.

Eigenverbrauch

Der Strom kann, soweit möglich, selber verbraucht werden.

Messung Eigenverbrauch: Die Messung erfolgt beim Eigenverbrauchsmodell mittels eines Zählers, welcher Bezug und Einspeisung gleichzeitig erfassen kann. Selbst verbrauchter Strom wird von der Messung nicht erfasst. Wichtig ist bei diesem Modell deshalb, dass der Verbrauch möglichst gleichzeitig mit der Produktion stattfindet. Durch organisatorische Massnahmen (Steuerbare relevante Verbraucher wie Wärmepumpen, Wärmepumpenboiler, Kühlanlagen, Elektroauto, etc.) kann der Eigenversorgungsgrad und damit die nicht bezogene Strommenge massgeblich erhöht werden.

Auflagen

Photovoltaikanlagen sind baubewilligungspflichtig.

Es sind ausschliesslich neue, dem aktuellsten Stand der Technik entsprechende Anlagen und Anlagenkomponenten sowie Geräte einzusetzen.

Empfehlung für vertikale Anlagen

Bei vertikalen Anlagen sollen modulweise Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter verwendet werden, dies um einem erheblichen unzulässigen Ertragsausfall durch Teilverschattung vorzubeugen.

Verwirkung des Anspruches 

Der Anspruch auf Ausrichtung von Förderbeiträgen erlischt, wenn mit den Massnahmen begonnen wird, bevor eine rechtskräftige Zusicherung der Förderbeiträge vorliegt.

Projektverfasser/in

Die Förderbeiträge werden nur dann ausgerichtet, wenn eine fachkundige Planung und Ausführung der Massnahmen gewährleistet ist.

Befristung

Die Zusicherung der Förderung ist gemäss Art. 25 EEG befristet. Die Massnahme ist binnen eines Jahres ab der Entscheidung über die Gewährung von Förderbeiträgen zu beginnen und binnen zwei Jahren abzuschliessen. 

Zwingende andere Vorschriften

Die Massnahme wird nicht gefördert, wenn sie  aufgrund anderer gesetzlicher Vorschriften gem. Art 4. Abs. 2a) EEG zwingend vorgeschrieben ist (z.B. Überbauungsplan, Klimaanlage, Schwimmbadbeheizung, Umnutzung etc.).

Impulsprogramm der Energiekommission

News vom 31.08.2021:

Die Energiekommission fällte am 31.08.2021 den Beschluss, zur Erweiterung des

Impulsprogrammes Leitungsausbau ausserhalb der Bauzone über den gesteckten Rahmen von 1 MWp im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen.

Es können weitere Gesuche gestellt werden, obwohl die Grenze von 1 MWp erreicht ist.

Ansprechpersonen