HomeNews Nothilfe für Kolumbien und die Demokratische Republik Kongo
Amt für Auswärtige Angelegenheiten
12.07.2022

Nothilfe für Kolumbien und die Demokratische Republik Kongo

Im Rahmen der Kooperation mit der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) der Schweiz hat die Regierung beschlossen, ein Projekt des Konsortiums «MIRE+» in Kolumbien mit CHF 200'000 und ein Projekt von «Solidarités International» (SI) erneut mit CHF 250'000 zu unterstützen.

Konfliktbetroffene in Kolumbien unterstützen

Aufgrund der anhaltenden und verstärkten Aktivitäten bewaffneter Gruppen sind zahlreiche Menschen in Kolumbien von Gewalt betroffen, werden bedroht und sind gezwungen, ihre Häuser vorübergehend oder dauerhaft zu verlassen. Die humanitäre Lage im Land ist daher nach wie vor prekär. Betroffen ist hierbei insbesondere die Bevölkerung ländlicher Gebiete, in welchen die Kämpfe primär stattfinden. Gemeinsam mit der DEZA unterstützt Liechtenstein in diesem Kontext das NGO-Konsortiums «MIRE+» in der Umsetzung von humanitärer Hilfe sowie zur Wiederherstellung der Lebensgrundlagen und zur Verbesserung des Zugangs zur Grundversorgung der konfliktbetroffenen Bevölkerung. In Anbetracht der immer wiederkehrenden humanitären Krisen in den betroffenen Regionen Kolumbiens zielt das Programm zudem darauf ab, nachhaltige Lösungen zu finden und die Resilienz der lokalen Bevölkerung zu steigern.

Grundbedürfnisse in der Demokratischen Republik Kongo sichern

Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, ist seit mehr als zwei Jahrzehnten von Konflikten zwischen zahlreichen Banden sowie fehlender oder schlechter Regierungsführung geprägt. Aufgrund der Lage schätzt die UNO die Anzahl der Binnenvertriebenen in der DR Kongo auf mehr als 5 Millionen. 27 Millionen Menschen bzw. ein Viertel der Bevölkerung leiden akut an Mangelernährung. Dies, obwohl die DR Kongo in einer der fruchtbarsten Regionen der Erde liegt. Besonders instabil ist die Lage im Osten des Landes, wo auch die Region Nord-Kivu liegt. Diese Region wurde auch am stärksten von einem Ausbruch von Ebola zwischen 2018 und 2020 getroffen. Hier unterstützen Liechtenstein und die DEZA nun ein Projekt der Nichtregierungsorganisation „Solidarités International» (SI), welches die Resilienz der Bevölkerung in semi-urbanen und urbanen Gebieten der Städte Beni und Oicha erhöht. Konkret geht es um die Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit, des Zugangs zu Wasser und zu sanitären Anlagen sowie um den Kampf gegen Infektionskrankheiten, die über das Wasser übertragen werden. Es soll somit ein integraler Ansatz zur Resilienzsteigerung der vulnerablen Bevölkerung verfolgt werden. In Kombination dazu wird die Bevölkerung zudem mit Nothilfeleistungen unterstützt.